* GESCHICHTE DER TAROTKARTEN *

Bücher zur Tarotgeschichte

           

Der Ursprung der Tarotkarten wird üblicherweise anhand des Namens hergeleitet. 

Verschiedene Historiker sind zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. Einige meinten dass das Wort Tarot von "Ta-Rosch"=Königsweg stammt. Andere wiederum behaupten, es leitet sich von dem Anagramm des lateinischen Wortes "rota"=Rad ab, welches den Kreislauf des Lebens, von der Geburt bis zum Tod symbolisiert. Wieder andere leiten das Wort Tarot von dem hebräischen Wort "Tora"=Gesetz ab, welches eine Verbindung zur Kabbala hat. Auch "Thot", der altäqyptische Gott der Magie und Weisheit wird mit den Karten in Verbindung gebracht. Ebenso "taru"=Kartenblatt, welches   ein ungarischen Zigeunerwort ist, wird in Erwägung gezogen. Auch indischer Ursprung ist nicht auszuschließen.

Einig sind sich die Wissenschaftler über die Orte der Entstehung der Tarotkarten: Es sind China und Korea, dort hat man erste Exemplare der Karten gefunden, die bis mindestens bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen.

In Europa tauchte das Tarot erstmals im 14. Jahrhundert auf. zu dieser Zeit war das Christentum bereits weit verbreitet und es entstand der Gnostizismus, was soviel heißt wie Zauberei, Hexerei oder einfach Wissende oder Eingeweihte. Diese Heiden vermischten persische, ägyptische, chaldäische und indische Lehren miteinander und fügten noch die griechische Philosophie sowie die die hebräische Kabbala hinzu. Seinerzeit wurden sie als Ketzer geächtet und verfolgt. Die Geheimkünste des Westens wie Alchimie, Astrologie und auch die Bilder der Tarotkarten entstanden durch die Gnostiker. In Italien, Frankreich, Belgien und Deutschland entstanden bis Mitte des 15. Jahrhunderts regelrechte Kartenmacherwerkstätten.

Im 18. Jahrhundert entstanden erstmals Bücher zum Tarot in Frankreich, geschrieben von einem Okkultisten namens Gebelin. Daraufhin wurde das Tarot praktisch zur Bibel aller Okkultisten, angefangen bei den Rosenkreuzern. So war es auch einer von ihnen, Eliphas Levi, französischer Schriftsteller und Kabbalist, der als erster den Spielfarben des Tarotdecks  Elemente zuordnete. Er sah auch eine Verbindung zwischen den 22 Karten der großen Arkana und den 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets. 

Aus den Rosenkreuzern bildete sich um 1885 eine Geheimgesellschaft "The Golden Dawn" (Die Goldene Dämmerung), von drei hochgebildeten Gelehrten gegründet. Das Ziel der Bruderschaft war die Erlangung mystischer Erleuchtung und magischer Macht. Sie gründeten ihre Lehre auf der Kabbala, eine mittelalterliche Philosophie des spanischen Judentums, symbolisiert durch einen Lebensbaum. Ein führendes Mitglied dieser Vereinigung war Arthur Edward Waite, der durch die Anfertigung seiner Tarotkarten mithilfe von Pamela Coleman Smith bekannt wurde. Es ist das heute wohl bekannteste Tarotdeck, das Rider- oder Rider-Waite-Tarot. Auch das mindestens ebenso bekannte Crowley-Tarot hat dort seinen Ursprung. Aleister Crowley war der geistige Schöpfer dieser Karten und ließ diese von Frieda Harris malen.

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Aktualisiert am 11. Dezember 2006