* RUNENORAKEL *

Buchtipps zum Thema Runen

 

Herkunft:

Inschrift eines Runensteins aus SkandinavienRunen waren zunächst bei den altnordischen, germanischen und angelsächsischen Völkern vor etwa 1500 Jahren nichts anderes, als das Alphabet. Die Runen sind in etwa mit den römischen, griechischen, kyrillischen oder hebräischen Alphabeten vergleichbar. Runeninschriften fand man in Skandinavien in Stein geritzt.

Das Wort "Rune" bedeutet soviel wie "geheim" oder "verborgen"  und ist mit dem deutschen Wort "Raunen" verwandt. Ursprünglich vermutet man, dass Runen als stark vereinfachte Bildsymbole in Holz oder Stein geritzt wurden. Anfänglich gab es nur gerade Linien, später aber, im Lauf der Jahrhunderte auch gerundete Linien. Die frühesten und am weitesten verbreiteten Runen nennt man auch das "Ältere Futhark".

Als Orakel sind sie in ihrer Funktion dem Tarot oder auch dem chinesischen Buch der Wandlungen, dem I Ging, sehr verwandt. Bereits die Teutonen verwendeten Sie als Orakel und im Spätmittelalter gab es unter den Wikingern regelrechte Runenmeister. Diese Meister wurden geehrt und waren willkommen und gefürchtet zugleich. Sie trugen auffallende Gewänder und eine nicht unbedeutende Anzahl unter Ihnen waren Frauen. Die Runen wurden seinerzeit aber nicht nur als Weissagungsform, sondern auch zur Anrufung höherer Mächte verwendet. In Verbindung mit Zaubersprüchen wurden die Runen zu Amuletten der Fruchtbarkeit, des Schutzes und vieles mehr. 

Bedeutung:

Frey, der Gott der Fruchtbarkeit und des SommersDie Runen sind untrennbar mit der altnordischen Mythologie verbunden. Diese umfasst sowohl Schöpfungs- als auch Weltuntergangmythen. Bekannte altnordische Götter sind Odin, Thor, Tyr, Frey, Freya, Frigga, Balder und und Loki. Odin gilt als oberster unter den Göttern und ist berühmt für seine Weisheit, aber auch seine Unberechenbarkeit. Thor ist der Sohn Odins und für das Wetter, besonders den Donner zuständig. Tyr ist der Kriegsgott, Frey, der Gott der Fruchtbarkeit und Freya wiederum ist die Göttin der Sexualität und auch der Schönheit. Sie ist Frey's Schwester. Frigga ist die Frau Odins und schenkte ihm den Sohn Balder.

Im Mittelalter ließ die Macht der altnordischen Götter allmählich nach und das Christentum breitete sich in Nordeuropa aus. Oft findet man aber auch auf Kreuzen und Grabsteinen des Mittelalters noch Runeninschriften, die als Art Zauberformel galten.

Das altnordische Alphabet bekam seinen Namen "FUTHARK"  nach seinen 6 ersten Buchstaben: F, U, TH, A, R, K. Das klassische Ältere Futhark besteht aus 24 Buchstaben. Heute wird dem oft noch eine leere 25. Rune hinzugefügt, welche die Bedeutung von "Schicksal, Karma oder Vorsehung" hat. Diese Rune wird auch mit dem Namen "Odin" versehen. Die ursprünglich 24 Runen sind in drei Gruppen, sogenannte Geschlechter aufgeteilt.

FEHU = BesitzDas erste Runengeschlecht ist nach dem Gott Frey benannt: Es umfasst die acht Runen "FE" (auch Fehu=Besitz), "UR" (auch Uruz=Kraft), "THORN" (auch Thurisaz=Torweg), "AS" (auch Ansuz=Signale), "RAD" (auch Raido=Kommunikation), "KEN" (auch Kano=Öffnung), "GIFU" (auch Gebo=Partnerschaft) und "WYNN" (auch Wunjo=Freude).

 

HAGALZ = AuflösungDas zweite Runengeschlecht ist nach dem Gott Hagal benannt: Es umfasst die acht Runen "HAGAL" (auch Hagalaz=Auflösung), "NYD" (auch Nauthiz=Zwang), "IS" (auch Isa=Stillstand), "GER" (auch Jera=Ernte), "EOH" (auch Eiwahz=Abwehr),  "PEORTH" (auch Perth=Initiation), "EOLX" (auch Algiz=Schutz) und "SIGEL" (auch Sowelu=Ganzheit).

 

TEIWAZ=KriegerDas dritte Runengeschlecht ist nach dem Kriegsgott Tyr benannt: Es umfasst die acht Runen "TYR" (auch Teiwaz=Krieger), "BEORG" (auch Berkana=Wachstum), "EHWAZ" (auch Ewaz=Bewegung), "MAN" (auch Manaz=Das Selbst), "LAGU" (auch Laguz=Fließen), "ING" (auch Inguz=Fruchtbarkeit), "DAG" (auch Dagaz=Durchbruch) und "ODAL" (auch Othila=Trennung).

Befragung

ODIN= Das UnwißbareRunen sind heute käuflich und zumeist in Stein, Holz oder Glas geritzt, es gibt aber auch schon Runenkarten, ähnlich wie bei dem Tarot. Natürlich kann man sich die Runen auch selber herstellen, dann haben sie eine ganz besondere Magie und können von Ihnen geweiht werden.  Eine häufige Form der Runenbefragung ist das Runenwerfen. Das Runenwerfen ist nicht ganz wörtlich zu verstehen und meint z.B. sich die Runen aus einem Beutel zu ziehen. Man kann sie aber auch durchaus umgedreht auf dem Tisch verteilen und nur die Runen ziehen, die eine magische Anziehungskraft auf einen ausüben. Ähnlich wie bei Karten zieht man so die Runen nach seiner Intuition. Am Besten macht man ein richtiges kleines Runenritual daraus und zündet sich eine Kerze an oder breitet Naturmaterialien, wie z.B. Blätter auf dem Tisch aus. Auch sagt man, dass man beim Runenlegen immer eine Gegenleistung, ein sogenanntes Opfer bringen muss. Dieses Opfer kann schon die volle Aufmerksamkeit auf die Runen sein. Man sagt auch Odin habe sein Opfer bringen müssen, um die Weisheit der Runen zu erlangen: Er verbrachte neun Tage und neun Nächte an der Weltesche hängend.

Die einfachste Legung ist sicherlich die "Odins Rune". Hier zieht man nur eine einzige Rune, die Antwort auf die gestellte Frage gibt oder einfach nur die gegenwärtige Situation beschreibt, vergleichbar wie die Tageskarte im Tarot. Oftmals kann diese Legung in schwierigen Situationen hilfreich sein, kann aber auch zu normalen Alltagsfragen eine Hilfe darstellen. 

Das "Drei-Runen-Orakel" stellt eine weitere  Form der möglichen Befragung dar.  Sie ziehen drei Runen und legen diese nacheinander ab. Die erste Rune steht hierbei für die jetzige Situation, die zweite zeigt, welchen Weg man einschlagen sollte und die dritte stellt die sich daraus ergebende Zukunft dar. Alternativ kann man aber auch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft befragen.

 

 

*SITUATION*

 

*VERGANGENHEIT*

 

*HANDLUNG*

 

*GEGENWART*

*ZUKUNFT*

 

*ZUKUNFT*

 

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Aktualisiert im Juni 2007