|

Die Tierkreiszeichen - im Volksmund auch
Sternzeichen genannt - teilen sich in
zwölf verschiedene Zeichen auf. Sie
richten sich nach dem Sonnenrhythmus im
Jahresgeschehen. Den Anfang des
Tierkreises macht der Widder bei Null
Grad. Das ist in etwa dort, wo die Sonne
sich in der Sekunde der Frühlings -
Tagundnachtgleiche von der Erde aus
gesehen befindet. Jährlich verschiebt
sich dieser Frühlingspunkt um 50,24
Bogensekunden rückwärts, das nennt man
Präzession. Würde man vom Mittelpunkt
der Erde eine Linie zur Frühlingssonne
ziehen und sie bis zu dem sichtbaren
Tierkreisbild verlängern, so würde man
dort heute auf das Sternbild "Fische"
stoßen. Ab dem Jahr 2474 wird der
Frühlingspunkt in das Bild Wassermann
überwechseln.
Für die Erstellung eines
Horoskops ist das aber ohne Belang, da
man die reale Wirkqualität nicht den
sichtbaren Sternbildern, sondern der
durch die Tierkreiszeichen gegebenen
Einteilung des Jahreslaufes zuordnet.
Der astrologische Tierkreis ist also von
den Sternen gelöst und bezieht sich
lediglich auf den Jahreslauf der Erde.
Die uralten Tierkreissymbole sind zu
verstehen als verdichtete Aussagen über
energetische Wirkungen des Sonnenlaufs
auf irdisches Leben und Geschehen und
zwar nicht nur auf körperlicher, sondern
auch auf geistig-seelischer Ebene.
Die Tierkreiszeichen
teilt man in positive und negative
oder eben männliche und weibliche,
aktive und passive Zeichen auf. Auf ein
positives folgt immer ein negatives
Zeichen und umgekehrt. Darunter versteht
man nicht z.B. gut oder schlecht bzw.
günstig oder ungünstig, sondern es ist
damit die Wirkrichtung gemeint.
Also Zeichen mit positiver Polarität
beispielsweise wirken von innen nach
außen (extrovertiert), während Zeichen
mit negativer Polarität von außen nach
innen (introvertiert) wirken.
Polaritäten:
|
Widder |
Stier |
Zwillinge |
Krebs |
Löwe |
Jungfrau |
Waage |
Skorpion |
Schütze |
Steinbock |
Wassermann |
Fische |
|
+ |
- |
+ |
- |
+ |
- |
+ |
- |
+ |
- |
+ |
- |

Des weiteren teilt man
die Sternzeichen in die vier Elemente
Feuer, Erde, Luft und Wasser ein.
Damit ist die Wirkweise eines
jeden Tierkreiszeichens gemeint.
Zu dem
Feuertrigon
gehören:
Widder, Löwe und Schütze. Das
Urelement Feuer entspricht der sich
strahlenförmig ausbreitenden
Bewegungsform und manifestiert sich als
Energie und Bewegung, als Leben
überhaupt. Der Einfluss des Feuers
schafft Kraft, Kühnheit, Mut, Ehrgeiz,
Unternehmungslust, Zuversicht und
Selbstvertrauen, Idealismus und starke
Empfindungen - aber auch
Unbedachtsamkeit, mangelnde
Anpassungsfähigkeit, Leidenschaft,
Ungeduld, Zorn und Unbeugsamkeit.
Zu dem
Erdtrigon
gehören:
Steinbock, Stier und Jungfrau.
Das Urelement Erde entspricht der
zusammenziehenden Bewegungsform und
führt daher zur dichteren, festen
Manifestation. Es herrscht hier eine
größere Bindung und Anpassung an das
Materielle, an das egoistische Fühlen
und Wollen vor. Hier geht es um prägende
und überlegene geistige Qualitäten, es
führt zu Stetigkeit, Fleiß, Geduld,
Ausdauer, Verstand, guter
Konzentrationsfähigkeit,
Wirklichkeitsnähe - aber auch Starrsinn,
Habsucht, Strenge, Unbeugsamkeit,
Fanatismus, Kritiksucht und Genussliebe.
Zu dem
Lufttrigon
gehören: Waage,
Wassermann und Zwilling. Das
Urelement Luft beherrscht die gasförmige
Bewegungsform. Dadurch entsteht
Schmiegsamkeit, Schnelligkeit und
größere Anpassungsfähigkeit.
Empfindungen und Gefühle sind lebhafter,
die geistigen Fähigkeiten beweglicher,
die Eindrucksfähigkeit stärker.
Interessen und Neigungen werden schnell
geweckt, doch es besteht auch die
Tendenz, das Objekt zu wechseln und
nicht lang bei einer Sache zu verweilen.
Zu dem
Wassertrigon
gehören: Krebs,
Skorpion und Fische. Das
Urelement Wasser entspricht der
flüssigen bzw. sich sich wellenartig
ausbreitenden Bewegungsform und
beeinflusst sehr stark das Gefühl, das
Gemüt und die Empfindungswelt. Es
verursacht im allgemeinen eine Neigung
zur melancholischen Träumerei, zur
stillen Beschaulichkeit und Ruhe, zur
Bequemlichkeit und zum Wohlleben. Es
macht weicher, leicht beeinflussbar und
ist auch schnell einem Stimmungswechsel
unterworfen.

Eine letzte Einteilung
ist die in Qualitäten. Diese
besagen, welche Wirkintensität ein
Zeichen hat. Jeweils vier
Tierkreiszeichen haben die gleiche
Qualität, so daß sich ein Kreuzschema
ergibt. Es wird unterteilt in
Kardinalzeichen, fixe Zeichen und
veränderliche Zeichen.
Zu dem
kardinalen Kreuz
gehören: Widder,
Krebs, Waage und Steinbock. Die
kardinalen Zeichen zählt man
gewissermaßen zu den Hauptzeichen des
Tierkreises, da dort durch die jeweils
stattfindenden Sonnenwenden die
Polaritäten des Lebens in reinster Weise
erfahren werden. Man sagt, Menschen mit
betonten Kardinalzeichen im Horoskop
besitzen als Anlage ein dynamisches
zielgerichtetes Vorwärtsstreben. Sie
zeigen Mut zu Entscheidungen, Risiko-
und Einsatzbereitschaft, sind
formungsintensiv, handeln aktiv,
unternehmend, tatkräftig, schöpferisch,
impulsgebend und richtungweisend,
ehrgeizig, bestimmt und bestimmend -
aber auch rastlos, unbeständig,
voreilig, unbedacht und sind starken
Spannungen unterworfen.
Zu dem
fixen oder
festen Kreuz gehören:
Löwe, Skorpion,
Wassermann und Stier. Die
Betonung dieser Zeichen liegt in einem
statischen Verhalten. Es wird erst nach
gründlicher und angemessener Überlegung
gehandelt. Die Ziele werden durch
Ausdauer und Beharrlichkeit erreicht. Es
besteht die Fähigkeit, etwas zu
konsolidieren, das einmal Geschaffene zu
erhalten und zu pflegen. Menschen mit
dieser Betonung sind anlagebedingt die
zuverlässigsten Menschentypen. Sie sind
ausdauernd, stabil, fest gegründet,
konzentriert, in sich ruhend,
sicherheitsstrebend - aber auch
bisweilen starrsinnig, unbeweglich, und
festgefahren bis stur.
Zu dem
flexiblen
oder veränderlichen Kreuz
gehören: Jungfrau,
Schütze, Fische und Zwillinge.
Die Hauptmerkmale dieser flexiblen
Zeichen liegen auf den Gebieten des
Verstandes und des Geistes. Menschen mit
dieser Betonung sind weniger für
körperliche Arbeiten geeignet,
wenigstens nicht für andauernde, strenge
Arbeiten. Besser geeignet sind da die
geistigen Denkarbeiten. Hier findet man
auch mehr Anpassungsfähigkeit, als bei
den anderen Gruppen, sie ecken weniger
an und verstehen es auch besser, einmal
gemachte Fehler wieder auszugleichen.
Krasse Härten werden nach Möglichkeit
umgangen und sie versuchen zumeist, ihr
Ziel auf dem Wege des geringsten
Widerstandes zu erreichen. Außer der
Anpassungsfähigkeit sind noch die
Beweglichkeit, bei der Durchführung
eines Schaffensprozesses und die
Fähigkeit, sich schnell in veränderte
Umstände hineinzufinden, zu erwähnen.
Diese Zeichen sind vielseitig,
ideenreich, beweglich, fleißig und
weltoffen - aber auch nervös, labil,
abschweifend und verfügen über wenig
Kraftreserven.


Die Tierkreiszeichen im Einzelnen:
|
WIDDER |
 |
21. März bis 19. April
(20. März
bis 20. April) |
Stärken: Aufgeschlossenheit,
Aufopferungsbereitschaft,
Einsatzbereitschaft,
Ritterlichkeit, steter
Siegeswille, Vorbild
Schwächen: Unbeugsamkeit,
Trotz in der Niederlage,
Uneinsichtigkeit, Eigenhärte bis
zur Selbstschädigung |
|
STIER |
 |
20. April
bis 20. Mai |
Stärken: Ausdauer, Sicherung,
Lebensgenuss, Freundlichkeit,
Naturliebe, Verlässlichkeit,
Diplomatie, Festigkeit
Schwächen: Ausleben, Sturheit,
Prinzipienreiterei, Genussfreude
auf Kosten anderer, blinder Zorn
bis zum Amoklauf |
|
ZWILLINGE |
 |
21. Mai
bis 21. Juni |
Stärken: Schnelligkeit,
Anpassungs- und Handlungsfreude,
Fleiß, Wachheit, freundliches
Wesen, lachen können
Schwächen:
Nervosität, Ungeduld, Hast, Eile,
Vergesslichkeit, Zersplitterung,
Unruhe |
|
KREBS |
 |
22. Juni
bis 22. Juli
(21. Juni
bis 23. Juli) |
Stärken: Schöpferkraft,
Hilfsbereitschaft, Zähigkeit,
Seelenbeziehung, Heimattreue,
Anhänglichkeit
Schwächen:
Empfindlichkeit, Ich-Beziehung,
Zweifel an sich selbst, Angst,
Krafterschöpfung, Weichheit |
|
LÖWE |
 |
23. Juli
bis 22. August
(23. Juli
bis 23. August)
|
Stärken: Kraft, Förderungs-
und Führungswille, Einstehen für
Menschen und Ideen, Mut und
Autorität
Schwächen: Absolutismus,
Hochmut, Befehlston,
Selbstüberschätzung, Luxus,
Verschwendung, Ungeduld,
Unduldsamkeit |
|
JUNGFRAU |
 |
23.
August bis 22. September
(23.
August bis 23. September) |
Stärken: Einsatzbereitschaft,
vorbildliches Arbeiten, Umsicht,
Vorsorge, Zuverlässigkeit,
Pünktlichkeit
Schwächen:
Neid, Geiz, Berechnung, Realitäten
überschätzen, Pessimismus,
Skeptizismus, mangelnde
Lebensfreude |
|
WAAGE |
 |
23.
September bis 22. Oktober
(23.
September bis 23. Oktober) |
Stärken: Verbindlichkeit,
Fürsorge, Verstehen, Diplomatie,
Kunstfreude, Gemeinschaftssinn,
Menschlichkeit
Schwächen:
Wankelmut, sich in der Liebe
verlieren, Überschätzen von
Äußerlichkeiten, Modetick,
Snobismus |
|
SKORPION |
 |
23.
Oktober bis 21. November
(23.
Oktober bis 23. November) |
Stärken: Furchtlosigkeit,
Engagiertsein, zähe
Regenerationskraft, Einsatz für
Freunde und Familie
Schwächen:
Pessimismus, sich gehen lassen,
Hang zur Süchtigkeit,
Beleidigtsein, nicht vergessen
können |
|
SCHÜTZE |
 |
22.
November bis 21. Dezember
(23.
November bis 23. Dezember) |
Stärken: Ideale
Grundeinstellung,
Einsatzbereitschaft,
Entfaltungstrieb,
Führungsverantwortung und Glaube
Schwächen:
Hochmut, Dünkel, Unbelehrbarkeit,
einer Lehre Vorrang geben,
Eitelkeit, Selbstbeweihräucherung |
|
STEINBOCK |
 |
22.
Dezember bis 19. Januar
(21.
Dezember bis 21. Januar) |
Stärken:
Geduld, Beharrlichkeit, tief
verwurzeltes Vertrauen, Verlass
auf sich selbst,
Hindernisüberwindung
Schwächen:
Kargheit, Geiz, Vorverurteilungen,
Strenge, Rachegefühle, Nachtragen
Starrheit |
|
WASSERMANN |
 |
20.
Januar bis 18. Februar
(21.
Januar bis 19. Februar) |
Stärken: Aufgeschlossenheit,
Intuition, Aufgeschlossenheit für
Reformen, Griff nach den Sternen,
Traumverwirklichung
Schwächen:
Gaukelei, Jahrmarktswirkung,
Bluff, wechselhafte
Grundeinstellung,
Unzuverlässigkeit |
|
FISCHE |
 |
19.
Februar bis 20. März |
Stärken: Glauben, Hingabe,
Wandlungsbereitschaft, Kunstsinn,
Weichheit, Verständnis,
Liebesharmonie
Schwächen:
Zu große Weichheit,
Verstellungskunst, Süchte,
Irrealität, auftürmende Fantasie,
Schwelgerei |
Achtung: Anfang
und Ende der Tierkreiszeichen variiert
je nach Geburtsjahr und lässt sich im
Allgemeinen nur durch eine genaue
Horoskopberechnung feststellen!
 |